Ort der Kinderrechte 2024 / Artikel 34: Schutz vor sexuellem Missbrauch
Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. /// Rheinland-Pfalz

Beteiligte: 25 Berufsschüler*innen
Alter: Berufsschule
Durchführungszeitraum: Juli bis September 2024, mit Projektbeginn im April
Kooperationspartner*innen: Kinder- und Jugendbüro Koblenz, Hildegard-von-Bingen-Schule, Jugendamt der Stadt Koblenz
Im Jahr 2022 wurden in Deutschland rund 15.500 Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch angezeigt – das tatsächliche Ausmaß ist jedoch deutlich höher. Die WHO schätzt, dass bis zu eine Million Kinder und Jugendliche in Deutschland sexualisierte Gewalt erlebt haben. Viele Fälle bleiben unentdeckt. Vor diesem Hintergrund befasste sich der „Ort der Kinderrechte“ 2024 mit Artikel 34 der UN-Kinderrechtskonvention, der den Schutz vor sexuellem Missbrauch thematisiert. Das Projekt fand an vier Tagen im Juli statt und entstand in Kooperation mit der Hildegard-von-Bingen-Schule in Koblenz, die angehende Erzieher*innen und Sozialassistent*innen ausbildet. Träger*innen waren die Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. und das Kinder- und Jugendbüro Koblenz in Kooperation mit der Stadt Koblenz und der Schule. Im Unterricht hatten sich die Schüler*innen einer Unterstufenklasse bereits mit dem Thema auseinandergesetzt. Gemeinsam mit dem Glaskünstler Christian Schultz entwickelten sie ein Kunstwerk aus Glas – ein bewusst gewähltes Material, das die Sensibilität des Themas symbolisiert. Das Ergebnis wurde in der Woche der Kinderrechte im September 2024 feierlich im Eingangsbereich der Schule enthüllt. Eine begleitende Infotafel erklärt das Kinderrecht und das Anliegen des Kunstwerks.
„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht dieser Welt verändern.“ [...]
„Wir legen mit unserer Arbeit den Grundstein für die Zukunft. Für ein faires und respektvolles Miteinander, für eine Bevölkerung mit wertvollen Normen und für die Wahrung aller individuellen Werte.“ [...]