Die Entdeckung der Natur durch Klang; ein musikalisches Abenteuer
Beteiligte: zirka 40 Kinder und Jugendliche
Alter: 4 bis 17 Jahre
Durchführungszeitraum: 11 Monate, 1. April 2024 bis 31. Februar 2025
Kooperationspartner*innen: PwC Stiftung
Wie können Kinder und Jugendliche für Natur begeistert werden – besonders in einer Zeit, in der der Alltag von Smartphones, Apps und digitalen Reizen geprägt ist? Das Projekt „Die Entdeckung der Natur durch Klang“ hat genau hier angesetzt: Indem Smartphones kein Störfaktor waren, sondern als Brücke zur Natur genutzt wurden. Das Projekt öffnete kulturelle Bildung gezielt für Kinder und Jugendliche, die bislang wenig Zugang dazu hatten – insbesondere für junge Menschen mit Fluchterfahrung oder aus benachteiligten Lebensumständen. Rund 40 Teilnehmer*innen im Alter von 4 bis 17 Jahren aus verschiedenen Berliner Gemeinschaftsunterkünften nahmen an dem Projekt teil. Die Durchführung erfolgte an außerschulischen Orten wie Parks, Wald und nahegelegenen Naturflächen. Im Mittelpunkt stand ein spielerischer, niedrigschwelliger Zugang über Klang, Natur und Technik, der ohne sprachliche oder musikalische Vorkenntnisse funktionierte. Mithilfe der PlantWave-Technologie, die bioelektrische Signale von Pflanzen in hörbare MIDI-Signale übersetzt, wurden Pflanzen zu Musikerinnen und die Natur in eine Klanglandschaft verwandelt. Die Teilnehmenden konnten die Töne der Pflanzen in Echtzeit über ihre eigenen Mobilgeräte erleben, aufnehmen und in kleine Klangkompositionen verwandeln. Als offener und dialogischer Prozess entstand ein inklusiver Lernraum, in dem kulturelle Bildung und Umweltwahrnehmung miteinander verschmolzen. Im Mittelpunkt stand die Idee, digitale Technik so einzusetzen, dass sie nicht von der Welt entfremdet, sondern mit ihr verbindet.
„Ich fand es interessant, weil ich nicht wusste, dass Pflanzen Musik machen können und eine eigene Sprache haben.“ Arezo
„Es hat mir gezeigt, wie wichtig die Natur für unsere Welt ist.“ Maya
„Jetzt, da ich weiß, dass Pflanzen auch eine Sprache haben, werde ich keine Blumen mehr pflücken.“ Ella