Ballon

JuKu-Mobil Fichtelgebirge & Hofer Land e. V. ///  Bayern

Beteiligte: 120 Jugendliche

Alter: 12 bis 15 Jahre

Durchführungszeitraum: Oktober 2024 bis September 2025

Kooperationspartner*innen: Mittelschule Naila, Stadt Naila, Landkreis Hof

 

Im Jahr 1979 gelang zwei Familien eine spektakuläre Flucht aus der DDR: Im selbstgenähten Heißluftballon überwanden sie die deutsch-deutsche Grenze und landeten wohlbehalten bei Naila im Nordosten Bayerns. Im Rahmen des Projekts „Ballon“ beschäftigten sich Schüler*innen der Mittelschule vorort mit dem historischen Ereignis, mit ihren eigenen Erfahrungen mit Flucht und Vertreibung, mit den Ursachen dafür und mit den Hoffnungen, die mit einem Neuanfang in einem fremden Land verbunden sind.Ab Oktober 2024 begann die konzeptionelle und Recherchearbeit. Von Januar bis März entstanden Bilder zu drei Themenbereichen. Im Juli wurden die einzelnen Arbeiten zum Tryptichon arrangiert. Im September wurden die Werke zur Eröffnung des neuen Bürger- und Familienzentrums installiert: Am Ausstellungsort des originalen Fluchtballons erhielten die Arbeiten einen prominenten Platz und bildeten eine Brücke zwischen dem historischen Ereignis und der heutigen Lebensrealität junger Menschen. In der Zusammenarbeit des JuKu-Mobils mit der Mittelschule Naila gelang es, die Schüler*innen in die Mitte der Stadtgesellschaft zu holen und ihnen Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit zu ermöglichen. Sie wurden mit ihren Wünschen, Empfindungen und Emotionen wahr- und ernstgenommen. Durch die dauerhafte Gestaltung einer Fläche im multifunktional genutzten öffentlichen Gebäude bleiben sie mit ihren Anliegen auch über den konkreten Anlass hinaus präsent.

„Warum malst du denn da Glitzer auf deinen Drachen?“ Christina, 14 Jahre

„Das ist doch schön, wenn der Drachen fliegt und frei ist.“ Ahmed, 15 Jahre