1 m2 Grün
FRI-X /// Berlin

Beteiligte: 114 Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Alter: 2 bis 70 Jahre
Durchführungszeitraum: 8 Wochen, von März bis Mai 2024
„1 m² Grün“ rückte den Erhalt von städtischen Grünflächen und eines der dringendsten Probleme unserer Zeit in den Fokus: den Verlust der Biodiversität. Als große Pflanzen-Demo zeigte sich das FRI-X gemeinsam mit der Berliner Äcademy für Marching Drums und Künstler*innen der Theatergruppe Grotest Maru beim 25. Straßenumzug des weltberühmten Karnevals der Kulturen. Die Kunstwerke waren an zahlreichen kleinen und einem riesigen Einkaufswagen befestigt, die voller selbstgebauter und selbst ausgesäter Pflanzen steckten. Diese hatten die Teilnehmer*innen entweder selbst gezogen oder zu Hunderten von Gartenarbeitsschulen in Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln als Spende erhalten. Mit riesigen Pusteblumen war die Gruppe schon von weitem gut erkennbar. Die Besonderheit des Projekts lag in der Einbindung ganz unterschiedlicher Jugend- und Schüler*innengruppen, die normalerweise nicht oder nicht gemeinsam an einem solchen Vorhaben hätten teilnehmen können. In künstlerischen Werkstätten wurde in verschiedenen Grund-, Gemeinschafts-, Privat-, Sekundarschulen und Gymnasien im Bezirk intensiv und schulübergreifend gearbeitet. Unter Anleitung von Künstlerinnen konnten die Teilnehmenden eine Woche lang den Schulraum gegen ein Kunstatelier, eine Bühne oder eine Werkstatt eintauschen. Darüber hinaus wurden auch Jugendliche eingebunden, die ihre Freizeit, Ferien oder Wochenenden in Kursen der Jugendkunstschule verbringen. Gemeinsam mit interessierten Eltern, Künstlerinnen und Lehrer*innen nahmen sie am abschließenden Umzug teil, der weltweit über Fernseher und Monitore lief. Nach der Veranstaltung fanden alle Elemente eine neue Verwendung: Die Pflanzen wuchsen weiter im Garten, die Materialien dienten als Kompost oder als Kunstwerke an den Wänden.
„Das besondere an dem Projekt 1 m² Grün war für mich das gemeinsame Arbeiten an vielen Projekten, die wir am Ende zu einer großen Parade zusammengefügt haben. Ich hatte sehr viel Spaß, mit Sprungstelzen durch Kreuzberg zu hüpfen. Es war sehr anstrengend, aber ich habe viele neue Erfahrungen gemacht und viele neue, ganz unterschiedliche Leute kennen gelernt.“ Nelio, 17 Jahre