Caspar’s Bildwelten & Im Spiel die Landschaft
Jugendkunstschule Greifswald /// Mecklenburg-Vorpommern
Beteiligte: 120 Personen
Alter: 6 bis18 (beziehungsweise bis 56) Jahre
Durchführungszeitraum: 17. Juni 2024
Kooperationspartner*innen: Theater Vorpommern, Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Fonds für Vorpommern, Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten
„Die Kunst mag ein Spiel sein, aber sie ist ein ernstes“, sagte der Maler Caspar David Friedrich. Sein Spiel mit tradierten Elementen, persönlichen Bezügen und Perspektiven besitzt eine besondere Strahlkraft. Teils kontrovers, den Blick lenkend und spirituelle Erfahrungen evozierend, bleiben die Figuren in seinen Werken jedoch eher passiv – eingefroren in einem einzigen großartigen Moment. Genau hier setzte das Projekt mit 120 Tänzer*innen um Dörte Bähr und Julia Gläser an: In sechs Kursen wurden Teilnehmer*innen über ein Semester lang eingeladen, Caspar David Friedrich abstrakt, vielschichtig und deutungsoffen nachzuempfinden und eigene Fragen zu stellen. Die Bilder wuchsen von Woche zu Woche. In tänzerischen Episoden brachten die Teilnehmer*innen das Spiel und das Erleben von Landschaft zueinander, stellten es gegenüber und verbanden es. Sie erzählten die Geschichte(n) davor und danach, stellten Fragen und machten aufmerksam auf das, was heute bewegt. Mit Licht und Schatten, Rhythmus und Gefühl übersetzte das Projekt Caspar David Friedrichs Bildinszenierungen in eine Choreografie und übertrug das malerische Werk auf ein neues, großflächiges Format: die Bühne. Die Abschlussaufführung brachte diesen Prozess an drei Nachmittagen und Abenden schließlich einem großen Publikum nahe.
„Die Arbeit an der Choreografie und dem Stück hat durch viele Tanz- und Musikstile beeindruckt. Besonders aufgefallen ist jedoch die Freiheit der einzelnen Kinder und Jugendlichen durch Mimik und Ausdruck, Gefühle individuell darzustellen. Jeder tanzte nach seinen Möglichkeiten. Viele Besucher*innen waren von der Kraft und Magie des Stücks als Gesamtkunstwerk beeindruckt.“ Statement eines Elternteils