FREMDENZIMMER - EIN ÖFFENTLICHER GARTEN

Kunstraum Tosterglope e.V. /// www.kunstraum-tosterglope.de /// Niedersachsen




Beteiligte: 14 Kinder und Jugendliche der Gemeinde Dahlenburg

Alter: neun bis 14 Jahre

Projektdauer: Osterferien 2014


Kooperationspartner: AWO Soziale Dienste Dahlenburg, VHS REGION LĂŒneburg


Inspiriert von vorangegangenen Projekten entstand im Kunstraum Tosterglope e.V. die Idee, einen öffentlichen Garten fĂŒr und mit Kindern und Jugendlichen mit handwerklichen und kĂŒnstlerischen Mitteln zu entwickeln. Die Gemeinde Dahlenburg stellte hierfĂŒr ein GrundstĂŒck mit einem wilden WĂ€ldchen zur VerfĂŒgung, durch UnterstĂŒtzung der örtlichen AWO Soziale Dienste und durch die Kirchengemeinde gelang es, eine breite TeilnehmerInnen-Gruppe zu erreichen, die an kulturellen Angeboten in der Gemeinde bisher gar nicht oder nur vereinzelt teilnahmen. In den Osterferien 2014 trafen sich 14 Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 14 Jahren, um gemeinsam eine freie Gestaltung des wilden WĂ€ldchens zum Thema "DerDieDas Fremde" umzusetzen. Durch die Arbeit mit Werkzeugen wie SĂ€ge, Spaten etc. entstand ein "ParadieswĂ€ldchen" mit Wasser-GrĂ€ben, Schnecken-Insel, farbigen BĂ€umen, bunten HĂ€ngematten, Baumhaus, Wegen und ĂŒberdachter VersammlungsstĂ€tte, mit Hochbeeten und kleinen hĂ€ngenden GĂ€rten.

Das Projekt fĂŒhrte zur StĂ€rkung der Identifikation mit dem Heimatort und dem eigenen Lebensraum. Eine Erweiterung der vorhandenen "Installationen" fand im Sommer 2014 statt, im ParadieswĂ€ldchen entstand ein Klanggarten. Der neue Garten wird weiterhin als Versammlungs- und Kulturort genutzt und von Kindern gepflegt.



BegrĂŒndung der Jury

 

Mit "Fremdenzimmer - Ein öffentlicher Garten" verbindet Kunstraum Tosterglope e.V. in Zusammenarbeit mit den Partnern AWO Soziale Dienste Dahlenburg und VHS Region LĂŒneburg auf geniale Weise Kunst und Natur, kulturelle Bildung und nachhaltige Entwicklung, bĂŒrgerschaftliches Engagement und außerschulische Jugendbildung. Dem partizipativen, flexiblen Projektdesign zwischen urban gardening und Kunstinstallation gelingt es, sowohl einen niedrigschwelligen Zugang zu kultureller Bildung fĂŒr Kinder und Jugendliche als auch einen bleibenden, attraktiven gemeinwesenorientierten Ort der Begegnung zu schaffen. In den Osterferien 2014 haben 14 Kinder und Jugendliche mit kĂŒnstlerischer UnterstĂŒtzung zum Thema "DerDieDas Fremde" eine BrachflĂ€che nach ihren Vorstellungen in ein "ParadieswĂ€ldchen" verwandelt und ĂŒbernehmen weit ĂŒber den Projektzeitraum hinaus Verantwortung fĂŒr diesen, ihren Ort. Dieses nachhaltige und sehr gut auf andere Standorte ĂŒbertragbare Konzept sucht und verdient Nachahmer. Hier wachsen unter anderem auch KreativitĂ€t, Selbstbewusstsein, Problemlösungskompetenz und Gestaltungswillen. Also: Rein in die Beete!