3. Preis: Streetart - Schöner Unsere Stadt

Kinder-Jugend-Kunsthaus Güstrow e.V. /// www.kunsthaus-guestrow.de /// Mecklenburg-Vorpommern





Beteiligte: Kinder und Jugendliche aus Güstrow
Alter: ab 11 Jahren
Projektdauer: kontinuierlicher Angebotsverbund
Kooperationspartner: Schulen, darunter eine Schule mit Förderschwerpunkt Lernen in Güstrow, Stadt Güstrow, Architekten, private Bauträger

Das Projekt des Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow "STREETART - Schöner unsere Stadt" bezieht mit einem umfassenden Angebotskonzept und wiederkehrenden Formaten Kinder und Jugendliche ab elf Jahren kontinuierlich in die künstlerische Gestaltung ihrer eigenen Stadt ein. Professionell begleitet von einer Künstlerin und einem Grafiker, gestalten die Teilnehmer mit selbstgewählten Motiven und Techniken Flächen von Schulgebäuden, Bauzäune, vernagelte Fenster alter Gebäude oder andere Orte in der Stadt. Das Kinder-Jugend-Kunsthauses Güstrow verwandelt auf diese Weise eine immer älter werdende Stadt, die von Abwanderung vor allem junger Menschen geprägt ist, in eine Ausstellungsfläche für Jugendkultur im öffentlichen Raum.
In Zusammenarbeit mit einer Güstrower Förderschule können auch Kinder und Jugendliche erreicht werden, die aus bildungsfernen Familien stammen oder andere erschwerende Lernbedingungen haben (z. B. LRS, ADHS, Lernverzögerungen).
Das Projekt ist auf andere Jugendkunstschulen oder pädagogische Einrichtungen leicht übertragbar, denn es bedarf neben der künstlerischen Begleitung und den entsprechenden Materialien vor allem freie Flächen, die fast in jeder Stadt leicht zu finden sind.

BEGRÜNDUNG DER JURY


Das Kinder-Jugend-Kunsthaus Güstrow e.V. reagiert mit "STREETART - Schöner unsere Stadt" auf die Herausforderungen einer verfallenden, von Abwanderung vor allem junger Menschen gezeichneten ostdeutschen Stadt. Mit dem umfassenden Angebotskonzept "STREETART - Schöner unsere Stadt" wurden in Zusammenarbeit mit Schulen, darunter eine Förderschule mit Schwerpunkt Lernen, Architekten, Bauträgern und der Stadt Güstrow wiederkehrende Formate entwickelt, die Kinder und Jugendliche ab elf Jahren in die künstlerische Gestaltung ihrer Stadt dauerhaft einbeziehen. Bauzäune, Schulgebäude, vernagelte Fenster, leerstehende Gebäude - welche Motive und Techniken zur Gestaltung der Leerflächen herangezogen werden, entscheiden die Kinder und Jugendlichen selbst nach umfassender Einführung und bei kontinuierlicher professioneller Begleitung. Leerstände werden zur Kunst im öffentlichen Raum. Dies trägt dazu bei, die und den Gestaltungswillen in der eigenen
Stadt und das Selbstbewusstsein einer zukünftigen Generation zu stärken. Eine einfache Konzeptidee, die auch durch ihre Kontinuität und Transferfähigkeit überzeugt. Nachahmung dringend erwünscht!