Mukutathe Köln, Rauskommen! 2013

Jugendkunstschulen holen auf

Aufholpaket Kulturelle Bildung im Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ (KJP)

Mit Musik, Kunst, Theater, Literatur, Medien, Spielkultur, Zirkus und Tanz für Kinder und Jugendliche Freizeit und Ferien gestalten - Gemeinsam mit ihren Mitgliedern fördert die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) Projekte, die Gemeinschaftserlebnisse ermöglichen, Freude bringen und kulturelle Teilhabe und Engagement unterstützen. Diese Förderung wird durch das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ der Bundesregierung aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes ermöglicht.

Mit dem Programmsegment "Jugendkunstschulen holen auf" werden bundesweit künstlerisch-ästhetische Kurse, Ferienprojekte, Wochenendworkshops sowie offene und mobile Angebote für junge Menschen zwischen 3 und 21 Jahren durchgeführt. Die Jugendkunstschul-Einzelaktivitäten bewegen sich in den Schwerpunktbereichen ästhetische Frühbildung, sozialräumliche Gestaltung und Vernetzung, Inklusion und Diversität sowie Gesellschaft und Partizipation.

Ziel ist es erstens, Kindern und Jugendlichen bundesweit mindestens 15.000 der während der Pandemie verlorengegangen (also nicht digital oder „kontaktarm“ kompensierbaren) Stunden kontinuierlicher künstlerisch-ästhetischer Bildungsarbeit mit Gleichgesinnten in Jugendkunstschulen  zurückzugeben. Zweitens wird eine Erstansprache neuer Zielgruppen für das interdisziplinäre Jugendkunstschulangebot angestrebt. Das Programm des bjke konzentriert sich auf Jugendkunstschulen, ist jedoch grundsätzlich offen für kulturpädagogische Angebote und Einrichtungen, die die Fördervoraussetzungen erfüllen.

Förderbedingungen

Gefördert werden Projekte der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit im Zeitraum vom 1.9. bis zum 10.12.2021. Eine Ausschreibung für das Jahr 2022 erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Projekte müssen sich der Kulturellen Bildung zuordnen lassen (siehe Qualität der Projekte). Sie können z. B. Ferienfreizeiten, Wochenendangebote oder länger laufende Nachmittagskurse beinhalten. Die Förderung kann mit anderen Fördermitteln kombiniert werden (auch mit Landesmitteln im Rahmen des Aufholpaketes), jedoch nicht mit anderen Bundesprogrammen. Rechtsgrundlage für die Förderung ist der Kinder- und Jugendplan des Bundes.

 

Qualität der Projekte

Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen Freude, Gemeinschaft und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen − durch kultur-, spiel- und medienpädagogisch angeleitete Projekte oder durch Engagementförderung. Die Projekte können alle Sparten Kultureller Bildung umfassen. Auch spartenübergreifende Vorhaben sind möglich.

Die Projekte sollen mindestens sechs Teilnehmer*innen erreichen. Sie sollen für die adressierten Teilnehmer*innen leicht zugänglich sein und die Pandemie-Situation berücksichtigen. Die Methoden sollen dem Alter und Vorerfahrungen der Teilnehmer*innen entsprechen. Die Teilnahme soll freiwillig erfolgen. Die Durchführung muss durch kompetente Fachkräfte bzw. Ehrenamtliche erfolgen.

 

Förderfähige Ausgaben

Förderfähig sind folgende Ausgabenarten:

  • Honorare für Hilfs- und Fachkräfte
  • Unterkunft und Verpflegung der Teilnehmer*innen sowie Raummieten
  • Fahrtkosten der Teilnehmer*innen (bis zur Höhe des Bundesreisekostengesetzes)
  • Material, das für das Programm benötigt wird

Nicht förderfähig sind insbesondere:

  • Personalausgaben (einschließlich Minijobs, FSJ, BFD etc.)
  • zusätzliche Honorare für beim Antragsteller beschäftigtes Personal
  • allgemeine Verwaltungsausgaben und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit
  • Anschaffungen von mehr als 800 Euro netto je Einzelgegenstand

 

Förderhöhe

In einem Antrag können mehrere Aktivitäten zu einem Projekt zusammengefasst werden. Die Förderung erfolgt als „Kursaktivität“ auf Grundlage fester Beträge je Aktivität:

  • bis zu 40 Euro je Tag und Teilnehmer*in
  • zusätzlich: 305 Euro je Tag und Honorarkraft (maximal 1 Honorarkraft je 6 Teilnehmer*innen)
  • zusätzlich: bis zu 60 Euro je Aktivität und Teilnehmer*in bei auswärtigen Veranstaltungen (z. B. in Jugendunterkünften), bei denen für die Teilnehmer*innen (inkl. Honorarkräfte und Ehrenamtliche) Fahrtkosten anfallen

Wenn diese festen Beträge zur Finanzierung ausreichen, sind keine Eigenmittel notwendig.

Um als Tag zu gelten, müssen mindestens 6 Stunden Programm pro Tag stattfinden. Findet weniger Programm statt, kann die Abrechnung anteilig (¼ Tag, ½ Tag oder ¾ Tag) erfolgen. Ausnahme: Bei Veranstaltungen mit Übernachtung zählen An- und Abreisetag jeweils als voller Tag, auch wenn die Programmdauer an diesen Tagen kürzer ist.

Die tatsächlichen Teilnehmer*innen müssen anhand von Teilnahmelisten mit eigenhändigen Unterschriften der Teilnehmer*innen nachgewiesen werden. Als Teilnehmer*innen zählen Kinder und Jugendliche sowie die Honorarkräfte. Eltern oder andere Angehörige können in die Aktivitäten eingebunden werden, insofern dies pädagogisch begründet ist, zählen jedoch nicht als Teilnehmer*innen. Ausnahme: Bei Aktivitäten, die sich an Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit richten, gelten alle Ehrenamtlichen als Teilnehmer*innen (z. B. Fortbildungsangebote).

Insofern die Aktivitäten nicht in Präsenz stattfinden oder das Führen von Teilnahmelisten nicht möglich ist (z. B. bei offenen oder mobilen Angeboten), kann die Förderung als „Kleinaktivität“ mit bis zu 1.000 Euro je Aktivität erfolgen. In diesem Fall sind jedoch zwingend Eigenmittel in Höhe von 10 Prozent der Gesamtausgaben einzubringen (für eine Förderung von 1.000,00 Euro also 111,11 Euro Eigenmittel).

Wir empfehlen eine Antragshöhe von 3000 je Projekt.

 

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind:

  • Einrichtungen von als gemeinnützig anerkannten Trägern (v. a. Vereine, aber auch Stiftungen, gGmbH etc.)
  • Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft mit Ausnahme des Bundes und der Länder (Gemeinden, Landkreise, kommunale Zweckverbände, Kirchengemeinden etc.)

Antragsteller müssen zusätzlich:

  • vom zuständigen Jugendamt oder kraft Gesetzes als freier Träger der Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII anerkannt sein oder
  • ein öffentlicher Träger der Jugendhilfe sein (Einrichtungen des Jugendamtes) oder
  • relevante Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit haben und diese im Antrag darstellen.

Antragsverfahren

Anträge für das das Aufholpaket Kulturelle Bildung müssen grundsätzlich bei der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) eingereicht werden. Für das Unterprogramm "Jugendkunstschulen holen auf" ist die Teilnahme an einem Interessenbekundungsverfahren möglich.

Alle Anträge und Interessenbekundungen werden laufend bearbeitet. Die Interessenbekundung/Antragstellung sollte rechtzeitig vor dem geplanten Projektbeginn erfolgen (3−4 Wochen), da mit dem Projekt nicht vor Zusendung des Zuwendungsvertrages begonnen werden darf.

Das Antragsverfahren für das Jahr 2021 ist abgeschlossen. Die Antragstellung für 2022 im Interessenbekundungsverfahren des bjke ist derzeit noch nicht möglich. Da die Haushaltsmittel begrenzt sind besteht kein Anspruch auf Förderung.

FAQ - Die Wichtigsten Infos auf einen Blick

Was wird gefördert?

  • Ferien- und Wochenendprojekte, regelmäßige Kurse der außerschulischen kulturellen Kinder- und Jugendarbeit von gemeinnützigen freien oder öffentlichen Trägern
  • Zeitraum vom 1.9. bis zum 31.12.2021
  • mindestens sechs Teilnehmer*innen von 3 bis 21 Jahren
  • Es handelt sich nicht um ein Innovationsprogramm, Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen Freude, Gemeinschaft und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen, d.h. es können in der Praxis bewährte Angebote durchgeführt werden
  • Angebote sollen für die adressierten Teilnehmenden leicht zugänglich und altersgemäß sein, Vorerfahrungen der Teilnehmer*innen und die Pandemie-Situation berücksichtigen
  • Teilnahme soll freiwillig sein
  • Die Förderung kann mit anderen Fördermitteln kombiniert werden (auch mit Landesmitteln im Rahmen des Aufholpaketes), jedoch nicht mit anderen Bundesprogrammen

 

Welche Ausgaben werden gefördert?

Förderfähig sind folgende Ausgabenarten:

  • Honorare für Hilfs- und Fachkräfte
  • Unterkunft und Verpflegung der Teilnehmer*innen sowie Raummieten
  • Fahrtkosten der Teilnehmer*innen und Honorarkräfte (bis zur Höhe des Bundesreisekostengesetzes, bei Auswärtstätigkeiten)
  • Material, das für das Programm benötigt wird

Nicht förderfähig sind insbesondere:

  • Personalausgaben (einschließlich Minijobs, FSJ, BFD etc.)
  • zusätzliche Honorare für beim Antragsteller beschäftigtes Personal
  • allgemeine Verwaltungsausgaben und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit
  • Anschaffungen von mehr als 800 Euro netto je Einzelgegenstand.

Wie wird gefördert?

Förderhöhe und Förderarten

In einem Antrag können mehrere Maßnahmen zu einem Projekt zusammengefasst werden. Die Förderung erfolgt als „Kursaktivität“ auf Grundlage fester Beträge “Pauschalen“ je Aktivität:

  • bis zu 40 Euro je Tag und Teilnehmer*in
  • zusätzlich: 305 Euro je Tag und Honorarkraft (maximal 1 Honorarkraft je 6 Teilnehmer*innen)
  • zusätzlich: bis zu 60 Euro je Aktivität und Teilnehmer*in bei auswärtigen Veranstaltungen (z. B. in Jugendunterkünften), bei denen für die Teilnehmer*innen (inkl. Honorarkräfte und Ehrenamtliche) Fahrtkosten anfallen

Wenn diese festen Beträge zur Finanzierung ausreichen, sind keine Eigenmittel notwendig.

 Möglich sind Kursaktivitäten als

  • ganztägige Kurstage. Um als Tag zu gelten, müssen mindestens 6 Stunden Programm pro Tag stattfinden. Als Ausnahme gelten bei Veranstaltungen mit Übernachtung An- und Abreisetage, die jeweils als voller Tag gewertet werden, auch wenn die Programmdauer an diesen Tagen kürzer ist. Umgesetzt werden können Kurstage als Einzeltage oder als mehrtägige (kulturelle) Ferienfreizeiten und Wochenendangebote.
  • regelmäßige Kursangebote. Findet weniger Programm als sechs Stunden statt, kann die Durchführung auch mit 1,5, 3 oder 4,5 Zeitstunden erfolgen. Die Förderhöhe reduziert sich dann entsprechend um den Faktor 0,25 (1,5 Std.), 0,5 (3 Std.) bzw. 0,75 (4,5 Std.). Umgesetzt werden können diese Kurse z. B. wöchentlich oder vierzehntägig als eigenständige Angebote oder in Kooperation mit Kindertagesstätten und allgemeinbildenden Schulen außerhalb des Unterrichts.

Die tatsächlichen Teilnehmer*innen müssen anhand von Teilnahmelisten mit Unterschriften der Teilnehmer*innen nachgewiesen werden. Als Teilnehmer*innen zählen Kinder und Jugendliche  sowie die Honorarkräfte. Eltern oder andere Angehörige können in die Aktivitäten eingebunden werden, insofern dies pädagogisch begründet ist, zählen jedoch nicht als Teilnehmer*innen.

Zusätzlich ist die Durchführung von „Kleinaktivitäten“ möglich, insofern

  • die Aktivitäten nicht in Präsenz stattfinden, d. h. es sich beispielsweise um digitale/mediale Angebote handelt oder
  • das Führen von Teilnahmelisten nicht möglich ist, z. B. bei offenen oder mobilen Angeboten
  • mit 1.000 Euro je Aktivität erfolgen. In diesem Fall sind jedoch zwingend Eigenmittel in Höhe von 10 Prozent der Gesamtausgaben einzubringen (für eine Förderung von bis zu 1.000,00 Euro also 111,11 Euro Eigenmittel).
  • Die Förderung erfolgt dann auf Grundlage eines Kosten- und Finanzierungsplans.

Kleinaktivitäten sind in der Regel halbtägige Angebote (mind. 3 Zeitsunden).

Bis zu welcher Höhe wird gefördert?

Der bjke empfiehlt eine Beantragung als Kursaktivität mit einer Antragshöhe von ca. 3000 Euro pro Standort, um möglichst viele Jugendkunstschulen zur Antragsstellung zu ermutigen. Höhere Anträge sind jedoch kein Ausschlusskriterium.

Die empfohlene Förderhöhe entspricht z.B.:

  • Einem Wochenendworkshop á 6 Std. über 2 Tage mit 16 Teilnehmenden und 2 Dozierenden
  • Einer Ferienwerkstatt über 5 Tage á 3 Stunden mit 12 Teilnehmenden und 2 Dozent*innen, z.B. bei 2 parallelen Kursen mit je 6 Teilnehmenden
  • Einem regelmäßigen, wöchentlich stattfinden Kurs mit 8 Teilnehmenden und 1,5 Stunden (90 Minuten) über 15 Wochen.

 Anträge für das Förderjahr 2022 können derzeit noch nicht gestellt werden.