KLANG-KOFFER

KunstWerkStatt und Musikschule Marburg /// www.musikschule-marburg.de /// Hessen





Beteiligte: Pro Termin 10-15 Kinder

Alter: keine Altersbeschränkung

Projektdauer: Mai bis Oktober 2016

 

Kooperationspartner: FIB Gladenbach (Verein zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen), Netzwerk Inklusion Marburg

 

Kinder und Jugendliche können ohne Anmeldung und kostenlos unter der Betreuung von geschultem Fachpersonal wöchentlich für zwei Stunden am Nachmittag auf einem öffentlichen Platz wie Rathausplatz, Spielplatz oder Marktplatz elementare sinnliche Erfahrungen mit Klang machen. Durch die Herstellung von einfachen Klang-Körpern, dem Ausprobieren und gemeinsamen Musizieren wird die akustische Wahrnehmung geschult und das Differenzieren von Klang und Geräusch geschärft.

Eine erste Sensibilisierung des Gehörs findet statt; aber auch das "Aufmerksam-Werden" auf akustische Besonderheiten der eigenen Umwelt. Was sind Geräusche, was Klänge, was Töne? Wie hört sich die Busbremse, das Fauchen des LKW-Motors oder das Klappern des Einkaufswagens an? Welche Töne klingen angenehm, welche schrill? Das gemeinsame Singen und Musizieren kann, muss aber nicht fruchtbares Ergebnis der zwei Stunden sein. Im Fokus steht die Sensibilisierung und experimentelle Schulung der ästhetischen Wahrnehmung.

Zur Herstellung der Klang-Körper wird ausschließlich mit Recycling-Material gearbeitet. Die Kinder und Jugendlichen lernen mit der bewussten Fokussierung auf das Recyclingmaterial den sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und der Umwelt. Ihnen wird auf diese Weise spielerisch und spontan vermittelt, dass die Klang-Objekte, die sie herstellen und ausprobieren, gleichermaßen ästhetisch wertvoll wie nachhaltig hergestellt sind.

Mit der elementaren Erfahrung von Geräusch, Klang und Musik werden Jugendliche und Kinder in ihrer Selbst- und Fremdwahrnehmung gestärkt. Neben der ästhetischen Sensualisierung werden die Teilnehmenden auch zur Offenheit gegenüber anders fühlenden, wahrnehmenden und denkenden Individuen geschult. Sie öffnen sich nicht nur bewusst der Omnipräsenz von Geräuschen und Klängen und lernen zu differenzieren zwischen Tönen, Geräusch und Musik. Sie kommunizieren mit anderen darüber, ob und wie sich etwas anders anhört oder anfühlt.