HALLO NACHBAR - WIR GEBEN UNSERER STRAßE EIN GESICHT

Aktionsbauwagen FLITZMOBIL des Jugendamts der Stadt Dortmund /// Nordrhein-Westfalen





Beteiligte: 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Alter: 5 bis 14 Jahre

Projektdauer: April bis November 2015

 

Kooperationspartner: Scharnhorster Wohnungsunternehmen, Bibliothek, Grafikerin Astrid Halfmann

 

Der Bauwagen FLITZMOBIL griff in sechs unterschiedlichen Wohnquartieren im Stadtteil Dortmund Scharnhorst das Thema Nachbarschaft auf und bearbeitete es dort mit Kinder und Eltern in kreativer und spielerischer Form. Mit dem Nachbarschaftsprojekt wurde die Bewohnerschaft zusammengebracht, Gespräche entstanden, man war gemeinsam kreativ und kooperierte im Spiel.

Innerhalb des Projektes spielte das "Malkarussell" eine wesentliche Rolle: Die Kinder und Erwachsenen zeichneten und malten an Staffeleien Portraits von Nachbarn aus ihrem Haus oder ihrer Straße, aufgestellt in Kreisform. Jeder hatte ein Gegenüber, den er/sie zeichnete. Nach ca. zehn Minuten wurde gewechselt, d.h. man ist einen Platz weiter gerückt und hat an dem Bild des Nachbarn weiter gemalt. So entstand nicht ein Bild von einem bestimmten Nachbarn, sondern viele Menschen haben an einem (Ab)Bild gearbeitet und es gestaltet - es entstanden keine realen Gesichter, sondern eine bunte Mischung aus vielfältigen Nachbarschaftsportraits. Die fertigen Bilder wurden am letzten Tag in jedem Quartier für die Anwohner, die interessierte Öffentlichkeit und die Presse ausgestellt. Zudem wurden die entstandenen Arbeiten zum Jahresende 2015 an unterschiedlichen Orten der Öffentlichkeit präsentiert und anschließend einige Bilder in Eingangsbereichen und an den Fassaden der Mietshäuser installiert. Während der jeweiligen Aktionswochen in den Quartieren wurden außerdem Interviews zu "gelebter Nachbarschaft" geführt und es gab eine Schreibwerkstatt mit den Anwohnern, in der kleine Texte, Sprüche, Interviews und Bilder zum Thema entstanden. Die Kinder gestalteten auch Nachbarschaftsgeschenke, die an Nachbarn verschenkt wurden. So kamen sie mit Menschen ins Gespräch, die direkt nebenan wohnen, mit denen sie oftmals jedoch kaum Kontakt haben.