TANZHERUM UND STRASSENWIRBEL - EINE WILDE REISE JUNGER TÄNZER UND TÄNZERINNEN IN DEN ZEITGENÖSSISCHEN TANZ

Kunstschule Offenburg /// www.kunstschule-offenburg.de /// Baden-Württemberg




Alter: 6 bis 11 Jahre
Projektdauer: Je Projektjahr 10 Monate, Teil 1: November 2013 bis Juli 2014 / Teil 2: November 2014 bis Juni 2015

Kooperationspartner: Kuntschule Offenburg, Ausländerinitative Offenburg, Anne-Frank-Schule, Georg-Monsch-Schule


Wie gut sich der heutige, zeitgenössische Bühnentanz mit der Bewegungslust und Kreativität von Kindern versteht, zeigten in einem Projekt der Kunstschule Offenburg Kinder aus der Anne-Frank-Schule, der Georg-Monsch-Schule und dem Schülerhort "Buntes Haus" in zwei großen Tanzproduktionen: "tAnzherum - Kinder tanzen zeitgenössisch" (2014) und "straßenwirbel" - eine wilde Reise junger Tänzer und Tänzerinnen in den zeitgenössischen Tanz (2015).
Nach ihrem Tanztheaterstück "PinkePanke-PinkePanke" im Dezember 2013, für das die Kunstschule und ihre Partner im September 2014 mit einem ersten Preis im Rahmen der bundesweiten Ausschreibung "Kinder zum Olymp" ausgezeichnet wurde, haben es die Kooperationspartner und ihre Kinder geschafft, die seinerzeit gestarteten Wege in die neue Tanzkunst weiter zu gehen und gemeinsam neue ungewöhnliche Bühnenspektakel zu kreieren.
In den jeweils 60 bis 70-minutigen Stücken zeigten in den letzten beiden Jahren mehr als 50 Kinder eigene Choreografien, in denen sich moderne Tanztechniken, Kreativer Bewegungsausdruck, Rhythmus und Objekte zu einer ideenreichen Mixtur verbinden. Getanzt als Solo, im Duo oder Chorus, bleiben es - trotz aller Abstraktion, die den zeitgenössischen Bühnentanz, immer authentische Tanzstücke von Kindern und somit kein vorweg genommener bzw. imitierter Erwachsentanz.


Begründung der Jury

Die Kunstschule Offenburg hat in Zusammenarbeit mit der Anne-Frank-Schule, der Georg-Monsch-Schule und dem Kinder- und Jugendtreff Buntes Haus, Ausländerinitiative Offenburg e.V. einen beispielhaften Weg gefunden, Grundschulkindern mit unterschiedlichen kulturellen, familiären und sozioökonomischen Hintergründen nicht nur zeitgenössischen Tanz erfolgreich zu vermitteln, sondern sie auch nachhaltig für eine Kunstform zu begeistern, die in den großen Kultureinrichtungen häufig als schwer zugänglich gilt. Dies gelingt durch ein auf aktive Partizipation angelegtes, professionelles Konzept. Es setzt an der individuellen Bewegungsfreude, -fähigkeit und -kreativität der 50 teilnehmenden Kinder und ihrer Erlebniswelt an, nimmt sie als junge Tänzerpersönlichkeiten in ihrer Verschiedenheit ernst und bringt ihnen große Wertschätzung entgegen, so dass sich jedes Kind individuell entfalten und künstlerisch weiterentwickeln kann.
Auf diese Weise entstanden zwei authentische Kindertanzproduktionen: "tAnzherum" und "Straßenwirbel". In professionellem Setting, mit unglaublicher Energie und atemberaubender Präsenz haben die Kinder eigene, vielseitige Choreografien präsentiert und ihr Publikum über eine Stunde lang in ihren Bann gezogen. "Fliegen kann nicht schöner sein!" kommentiert eine Teilnehmerin. Diese Begeisterung der Kinder beim Tanzen ist für den Zuschauer hautnah erlebbar, nimmt ihn ein für den Tanz und macht glücklich.