VERTRÄGE UND RECHT

 

Die Musterverträge und Angaben in diesem Bereich sind als Antworten auf die von Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen meist gestellten Fragen zu verstehen. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzten nicht die juristische Beratung.

 

 


ERWEITERTES FÜHRUNGSZEUGNIS

Zum 1. Mai 2010 hat der Gesetzgeber im Bundeszentralregistergesetz (BZRG) in §§ 30a und 31 die Grundlage für das sogenannte erweiterte Führungszeugnis geschaffen, das für Personen erteilt werden kann, die beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise kinder- oder jugendnah tätig sind. Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind danach berechtigt im Rahmen der Persönlichen Eignung des Personals nach § 72a SGB VIII ein erweitertes Führungszeugnis zu verlangen.
Das Paritätische Jugendwerk NRW und der Deutsche Kinderschutzbund haben eine empfehlenswerte Arbeitshilfe zum Umgang mit dem (erweiterten) Führungszeugnis in der offenen Kinder- und Jugendarbeit des Kinderschutzbundes herausgegeben. Sie bietet

  • einen guten Überblick über die gesetzlichen Grundlagen des (erweiterten Führungszeugnis)
  • Ratschläge für den praktischen Umgang mit dem Führungszeugnis (inkl. Musterblättern)
  • Elemente für eine umfassende Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Jungen für Träger der öffentlichen Jugendhilfe, die über das erweiterte Führungszeugnis hinausgehen


ARBEITSHILFE VON WWW.PJW-NRW.DE HERUNTERLADEN

 



KINDESSCHUTZ

Die Themenkomplexe "Kindeswohlgefährdung" und "Kindesschutz" sind für Träger, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, immer aktuell und ein zentrales Thema ihrer Arbeit - nicht nur im Zusammenhang mit § 72a SGB VIII (siehe Überschrift Erweitertes Fürhungszeugnis). Das Praxishandbuch zum Thema Kindeswohlgefährdung der Deutschen Bläserjugend ist Teil der Kampagne "Verantwortungsvoll für starke Persönlichkeiten!". Es zeigt auf, wie Prävention von Kindeswohlgefährdung im Musikverein umgesetzt werden kann. Beschrieben werden die verschiedenen Formen der Kindeswohlgefährdung (Physische/ Körperliche Gewalt Psychische/ Emotionale Gewalt, Sexuelle Gewalt, Vernachlässigung) und Anzeichen für solche. Es werden Handlungsmöglichkeiten und Konzepte zur Prävention und zum Umgang mit einer eventuell auftretenden Gefährdung für den Musikverein beschrieben. Zudem werden in einem ausgedehnten Praxisteil Besipiele aus der Vereinsarbeit dargestellt, die auf die Schaffung präventiver Strukturen abzielen.


PRAXISHANDBUCH VON WWW.DEUTSCHE-BLAESERJUGEND.DE HERUNTERLADEN


 

FREIER DIENSTVERTRAG

Hier können Sie sich das Vertragsmuster eines "Freien Dienstvertrags" zur Verwendung für z.B. Kursdozenten und andere selbständige freie Mitarbeiter als rtf-Datei herunterladen.

 

Für eine arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Einschätzung des Vertragsverhältnisses ist jedoch allein die tatsächliche und praktische Durchführung der vertraglichen Beziehungen zwischen den Parteien maßgeblich. Daher kann der bjke für die Verwendung der Vorlage im Einzelfall keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernehmen.

MUSTERVERTRAG HERUNTERLADEN

 

 

DIE ÜBUNGSLEITERPAUSCHALE

Übungsleiterpauschalen sind Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten, die als Einnahmen aus nebenberuflicher Tätigkeit als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten und auch aus nebenberuflicher künstlerischer Tätigkeit bis zur Höhe von 2100,- EUR jährlich erzielt werden und bis zu dieser Grenze als steuerfreie Einnahmen im Sinne von § 3 Nr. 26 EStG gelten. Sie sind auch sozialversicherungsfrei. Überschreitet die Pauschale den Steuerfreibetrag nicht, muss sie nicht beim Finanzamt angegeben werden.


WEITERE RECHTLICHE INFOS:
WWW.KULTURBUERO-RLP.DE & BUNDESFINANZMINISTERIUM

 

 

 

KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNG

Das am 01.01.1983 in Kraft getretene Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) bietet selbständigen Künstlern und Publizisten sozialen Schutz in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.

 

FÜR EINRICHTUNGEN GILT

Zahlungen für künstlerische und/ oder publizistische Tätigkeiten an selbständige Künstler oder Publizisten sind generell abgabepflichtig. Dabei ist es gleichgültig, ob diese selbst über die KSK versichert sind oder nicht. Die Informationsschrift Nr. 11 der Künstlersozialkasse führt im Einzelnen die abgabepflichtigen und nicht abgabepflichtigen Bereiche differenziert nach Sparten auf.

 

Die sogenannte Übungsleiterpauschale (s.o.) in Höhe von 2.100,00 Euro ist ab 2007 (ab 2001-2006: 1848,-) abgabemindernd zu berücksichtigen, d.h. dieser Pauschalbetrag kann von einer höheren Honorierung abgezogen werden, die Differenz stellt die Grundlage für die Beitragsbemessung zur KSK dar. Bis zu 2.100,00 Euro Honorar sind abgabefrei.

 

VORRAUSSETZUNGEN

1. Es handelt sich um eine öffentlich-rechtliche oder anerkannt gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Einrichtung, die Entgelte an nebenberuflich Tätige zahlt.

 

2. Der Künstler muss dem Verein jährlich schriftlich bestätigen, dass er die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 26 EStG nicht noch bei einem anderen Auftraggeber geltend macht (R 17 Abs. 10 LStRL 2001 und 2002).

WWW.KUENSTLERSOZIALKASSE.DE


 

 

 

GEMA

Viele Jugendkunstschulen bieten auch die Sparte Musik oder sind ausgesprochene Jugendkunst- und Musikschulen. Für die Verwertung von Musik gelten die allgemeinen GEMA-Tarife, die sie auf der Homepage der GEMA einsehen und herunterladen können. Für Mitglieder des Verbands der Musikschulen (VdM) sowie für Städte und deren Einrichtungen gewährt die GEMA Ermäßigungen. Es gibt jedoch häufig für die Veranstalter günstige Einzelkonditionen wie z.B. Jahresverträge über eine bestimmte Anzahl von GEMA-pflichtigen Veranstaltungen, die individuell mit der zuständigen Bezirksdirektion geklärt werden sollten. Der bjke ist bislang nicht Partner der GEMA innerhalb eines für alle Jugendkunst- und Musikschulen geltenden Gesamtvertrags, da sich aufgrund der Unterschiedlichkeit der Einrichtungen ein solcher bislang noch nicht als sinnvoll erwiesen hat.

 

WWW.GEMA.DE